Der MV Faurndau wurde im Jahre 1926 gegründet, weitere Einzelheiten bezüglich der Vereinsgeschichte sind in der Chronik der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum 2026, aufgezeichnet.
Die Aktive Kapelle besteht zur Zeit aus 30 Musikerinnen und Musikern.
Wir spielen in der gehobenen Mittelstufe. Unser Repertoire umfasst das gesamte Spektrum der Musik, da die Aufgaben im örtlichen und regionalen Bereich sehr vielfältig sind. Im konzertanten Teil finden sich Bearbeitungen von Werken aller Epochen der E-Musik vom Barock bis zur Neuzeit, von der Oper bis zum Musical.
Ein wichtiger Schwerpunkt besteht auch in der Einstudierung originaler konzertanter Werke für Blasorchester.
Kulturelle Veranstaltungen des Ortes und der Stadt werden genauso musikalisch umrahmt, wie kirchliche Anlässe.
Im Bereich der leichten Unterhaltung bieten wir bei Festveranstaltungen jeglicher Art in der Sommersaison eine breite musikalische Palette von der volkstümlichen Blasmusik, über beliebte Oldies und Bigbandmusik, bis zur aktuelleren, für
Blasorchester machbaren, Popmusik.
Verstärkt durch ein Gesangsduo bieten wir unseren Zuhörern so bestmögliche Unterhaltungsmusik.
VORSTANDSCHAFT
Vorstand Finanzen Petra Beckert Maitiser Str. 13 73037 Göppingen | |
Vorstand Verwaltung Ulrike Wühr Rudolfstr. 7 73035 Göppingen | |
Vorstand Musik Uwe Wieland Lindenstr. 82 73061 Ebersbach/Fils | |
Wolfgang Bihr | Musikalische Leitung |
Alexandra Rosanowski | 1. Beisitzer |
Jasmin Hoiß | 2. Beisitzer |
Alfred Kälberer | 3. Beisitzer |
Natalie Sedlak | 4. Beisitzer |
Stefan Wühr | 5. Beisitzer |
nicht besetzt | 6. Beisitzer |
CHRONIK TEIL 1 - 1926 BIS 2001
Bereits um die Jahrhundertwende, 1898/1900, wurde in Faurndau ein Musikverein gegründet, welcher dann auch im Frühjahr 1900 zu einer Musikunterhaltung in der Gartenwirtschaft Dudium eingeladen hatte. Über die weitere Entwicklung dieses Musikvereins konnte man leider nichts in Erfahrung bringen. Im Jahre 1926 besaß der Turnverein Faurndau eine 12 Mann starke Fanfarenkapelle unter
Leitung von Robert Grimm. Noch im gleichen Jahr, am 13. November wurde von dieser Fanfarenkapelle der jetzige Musikverein gegründet. Robert Grimm übernahm vorerst das Amt des 1. Vorstandes, Schriftführers und Dirigenten; das Amt des Kassiers versah Hans Kuch. Die Anschaffung von Instrumenten bereitete dem neuen Verein große Schwierigkeiten. Der 1. Vorstand machte daraufhin den Vorschlag, Anteilscheine anzufertigen. So kam schließlich ein Betrag von 205 Reichsmark zusammen. Die notwendigen Instrumente konnten beschafft werden. Die ersten Musiker waren Robert Grimm, Wilhelm Kurz, Hans Kuch, Willi Haun, Max Leyrer, Wilhelm Sannwald und Erwin Weller. 1927 konnte sich die Kapelle beim Waldfest der Freiwilligen Feuerwehr zum ersten Mal
der Öffentlichkeit vorstellen. Es folgten bald Besuche in Adelberg, Hohenrechberg und Eislingen. Noch im selben Jahr übernahm Eugen Sessler das Amt des 1. Vorstandes. Aus gesellschaftlichen Gründen zog 1929/30 Robert Grimm aus Faurndau weg. Für seine
aufopfernde Arbeit im Verein wurde er zum Ehrendirigenten ernannt. Zur Erinnerung erhielt er einen silberbeschlagenen Taktstock überreicht. Als neuer Dirigent wurde Rudolf Häcker aus Göppingen verpflichtet. Unter dessen Leitung erzielte die Kapelle gute Fortschritte; die ersten Platzkonzerte konnten abgehalten werden. Die Zahl der aktiven Musiker betrug 18, die der passiven Mitglieder 86. Leider verließ Dirigent Häcker noch im selben Jahr die Kapelle. In Alfred Bantel aus Ebersbach fand die Kapelle wieder einen neuen Dirigenten. Durch seine straffe Führung erwarb Kapelle und Verein großes Ansehen. Vorstand Eugen Sessler gab 1931 sein Amt an Gottlob Scharpf ab. Im Jahre 1933 wurde Karl Rommelspacher zum 1. Vorsitzenden gewählt, der sich mit ganzer Kraft für den Verein einsetzte. Im Jahr darauf kaufte sich die Kapelle einheitliche Kleidung, die der Musiker, da wenig Geld in der Vereinskasse war, selbst bezahlte. 1936 wurde der aktive Musiker Karl Kronenwett in den Ausschuss gewählt, um die Belange der Kapelle im Vereinsvorstand zu vertreten. Im gleichen Jahr wurde eine Handharmonika-Abteilung gegründet. Diese stand unter der Leitung von Richard Bihr.
Beim Bezirksmusikfest 1936 in Kirchheim/Teck konnte sich die Blaskapelle in der Unterstufe mit der Ouvertüre „Zukunftsgeist“ einen 1. Rang erspielen. Diese Leistung gab dem darauffolgenden 10-jährigen Gründungsfest einen guten Auftakt. Dank der Bemühungen des 1. Vorstandes Karl Rommelspacher erhielt der Verein für Platzkonzerte aus der Gemeindekasse 300 Reichsmark. In den Jahren 1938/1939 mussten mehrere Musiker zum Militär und Arbeitsdienst. Beim Volksmusiktag in Heidenheim im Jahre 1939 erspielte sich die 16-köpfige Kapelle in der Mittelstufe mit dem Stück „Gruß an Hans Sachs“ ein Diplom und eine Erinnerungsplakette. Schwarze Wolken zogen am Himmel auf. Am 1. September 1939 marschierte deutsches Militär in Polen ein. Der zweite Weltkrieg war da. Fast alle aktiven Musiker wurden zum Kriegsdienst eingezogen. Die Musikproben mussten eingestellt werden. Die vereinseigenen Instrumente nahm Kassierer Eugen Hahn in Verwahrung.Fünf Mitglieder verloren ihr Leben, drei blieben vermisst. Als im Jahre 1946 in Faurndau ein Großverein gegründet wurde, vertragen Karl, Grill, Wilhelm Kurz und Eugen Haun die Interessen des Musikvereins. Es war Richard Bihr, wegen Verwundung vorzeitig entlassen, dem es unter schwierigen Verhältnissen gelang, mit einer 6 Mann starken Kapelle wieder neu anzufangen. Er war nicht nur Organisator und Dirigent, sondern reparierte auch alle Instrumente selbst, da die Werkstätten noch nicht alle arbeiteten. Diese Kapelle war eine der ersten im Filstal, welche nach dem Kriege wieder die Volksmusik pflegte. Durch unermüdlichen Fleiß gelang es Richard Bihr immer wieder Musiker, die aus der Gefangenschaft zurückkehrten, für die Kapelle zu gewinnen. Im Jahre 1948 löste sich der Großverein auf und die Vereine erhielten ihre Selbstfähigkeit zurück. Karl Grill wurde als 1. Vorstand gewählt. Karl Kronenwett, welcher das Amt des 2. Vorstandes seit 1935 innehatte sowie Schriftführer Willi Harsch (seit 1938), beides aktive Musiker, blieben auf ihren Posten. Das Amt des Kassiers übernahm Oskar Steiner, Dirigent Richard Bihr übergab den Dirigentenstab Hermann Fauser. Er selbst wurde Vizedirigent. Die Kapelle, inzwischen auf 20 Mann angewachsen, machte gute Fortschritte und so konnte sie es wagen, sich beim Bundesmusikfest in Lauffen/Neckar am 1. Juli 1950 zum Preisspielen zu stellen. Mit der „Fantasie Romaneska“ von Zikoff konnte sie sich in der Mittelstufe die Note „sehr gut“ erspielen. Im gleichen Jahr begann der Sängerkranz Faurndau sein 75-jähriges Jubiläum; die Kapelle übernahm die musikalische Umrahmung. Im Sommer 1951 konnte der Musikverein Faurndau sein 25-jähriges Bestehen feiern. Hierzu konnte auch der Gründer und erste Dirigent des Vereins, Robert Grimm (damals wohnhaft in Tuttlingen) begrüßt werden. Bei diesem Fest wurde dem Verein zum ersten Mal die Austragung des Gemeindekinderfestes übertragen. Im gleichen Jahr beteiligte sich die Kapelle beim Bezirksmusikfest in Plochingen. Beim Gründungsfest des Musikvereins Wangen übernahm der Musikverein Faurndau 1953 die Patenschaft. Bei der Fahnenweihe des Musikvereins Wangen 1958 überreichte der Musikverein Faurndau als Patenverein ein Fahnenband. In der Hauptversammlung 1958 wurde Karl Rommelspacher zum Ehrenvorstand ernannt. Am 8. und 9. August hatte der Verein die Stadt- und Trachtenkapelle Weißenhorn zu einem Sommerfest mit Festzelt nach Faurndau eingeladen. Es war ein großer Erfolg. Ein Gegenbesuch fand 1960 statt.
Das Jahresende 1961 war für den Musikverein Faurndau ein Abschluss der Trauer. Als der Verein am 16. Dezember seine Jahresfeier in der Turn- und Festhalle abhielt, ahnte noch niemand, dass dies der letzte Auftritt des Dirigenten Hermann Fauser war. Genau eine Woche später, am 23. Dezember haben wir ihn zu Grabe getragen. Er starb an einer unheilbaren Krankheit 2 Tage nach seinem 52. Geburtstag. Die Todesnachricht von Hermann Fauser wirkte wie ein Schock. Es war ein schwerer Schlag für die aktiven Musiker. Hermann Fauser war ein großer Idealist und Förderer der Volksmusik. Von 1948 bis 1961 hatte er das Amt des Dirigenten ehrenamtlich ausgeübt. Karl Grill, der von 1948 bis 1961 erster Vorstand war, legte schriftlich zur Generalversammlung am 20. Januar 1962 sein Amt nieder. Er war krankheitshalber gehindert zu kommen. Da sich niemand aus der Versammlung zur Übernahme des Vorstandsamtes bereit erklärte, führte der bisherige 2. Vorstand Karl Kronenwett den Verein weiter. Es war nicht leicht, da besonders die aktiven Musiker das schnelle Hinscheiden des Dirigenten Hermann Fauser nicht so leicht verkraften konnten. Vizedirigent Richard Bihr, der zum 2. Vorstand gewählt wurde, übernahm nun die Kapelle. Bei der 40-jährigen Gründungsfeier des Fußballvereins Faurndau wurde der Musikverein mit der musikalischen Umrahmung beauftragt. Der Besuch der Schweizer „Musikgesellschaft Niederbüren“ bei St. Gallen am 30. Juni und 1. Juli 1962 war für den Musikverein Faurndau und die Einwohnerschaft ein schönesErlebnis. Der Gegenbesuch im darauffolgenden Jahr wird vielen Reiseteilnehmern in warmen Erinnerungen bleiben. Im Jahre 1963 wurde eine Jugendkapelle gegründet, deren Leitung zuerst Gerd Schirmer, später Manfred Schäfer übernahm. Beim Bezirksmusikfest in Kirchheim am 1. Juli 1962 konnte die Kapelle des Vereins in der Mittelstufe mit dem Stück „Burletta“ mit einem 1. Rang (114 Punkte) nach Hause zurückkehren. Am 1. Dezember 1963 fand zum ersten Mal eine Versammlung des Bezirks Teck-Fils in Faurndau statt. Die Jugendkapelle Faurndau-Wangen stellte sich am 14. Juli 1964 unter der Leitung von Manfred Schäfer beim Landesmusikfest mit Wertungsspiel und in Schwäbisch Gmünd dem Preisgericht und erspielte sich mit dem Musikstück „Interludium“ den 2. Rang. Bei der Jahresfeier im selben Jahr zeigte sich die Kapelle zum ersten Mal nach dem Krieg in einer Uniform. Die Fahnenweihe am 17. bis 20. Juli 1964 war der Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des Musikvereins Faurndau. Der historische Teil des Festes war der Festzug und die darauffolgende Enthüllung der neuen Fahne durch den Bezirksvorsitzenden Anton Krieg. Die Fahne trägt auf der einen Seite in zarten blau die Inschrift „Im Reiche der Töne erblühe das Schöne“ und auf der anderen Seite in schöner Stickerei das Wahrzeichen von Faurndau, die spätromanische Stiftskirche. Der Musikverein Wangen stand bei der Weihe Pate. Zu erwähnen wäre noch die Abordnung der „Musikgesellschaft Niederbüren“, welche zur Feier des Tages einen silbernen Pokal überreichte. Adolf Kerler als Organisationsleiter und Fritz Waibler als Kassier leisteten hier besonders vorbildliche Arbeit. Das 40-jährige Vereinsbestehen konnte 1966 begangen werden, wobei die Vereinsgründer besonders geehrt wurden. Vom Wertungsspiel am 1. und 2. Juli 1967 in Gingen/Fils kehrte die Kapelle unter der Leitung von Richard Bihr mit dem Stück „Leggior“ (Mittelstufe) mit einem 1. Rang nach Faurndau zurück.
Am 7., 8. und 9. Juni 1968 feierte der Sängerkranz Faurndau sein 100- jähriges Jubiläum. Zu diesem Fest übernahm der Musikverein wiederum die musikalische Umrahmung. Die Jahresfeier am 14. Dezember des gleichen Jahres war für den Musikverein Faurndau wieder ein voller Erfolg, konnte doch für diesen Abend die Trachtenkapelle aus Vorderhornbach (Österreich) und die „ Lechtaler Bub’n“ gewonnen werden. In der Hauptversammlung am 24.1.1970 gab Vorstand Karl Kronenwett den 1. Vorsitz an den jüngeren seit 1967 amtierenden 2. Vorstand Willi Hausch ab. Zum zweiten Vorsitzenden wurde Siegfried Karrasch gewählt. Im Herbst 1973 zog aus beruflichen Gründen Siegfried Karrasch von Faurndau weg. Karl Kronenwett übernahm das Amt des 2. Vorstandes. 1972 legte aus gesundheitlichen Gründen Richard Bihr sein Dirigentenamt nieder. Er stand viele Jahre ehrenamtlich der Kapelle vor und leistete vor allem in der Jugendausbildung einen großen Beitrag. Diplomdirigent Manfred Schäfer, der schon die Musikkapelle in Ebersbach leitete, erklärte sich bereit, vorerst die Faurndauer Kapelle zu übernehmen. Manfred Schäfer war kein Unbekannter. Er wuchs hier auf und gehörte von 1952 – 1968 dem Verein als aktiver Musiker (Flügelhorn) und von 1958 – 1968 als Schriftführer an. Durch die gute Stabführung erreichte die Kapelle in kurzer Zeit ein beachtliches Niveau. Beim Bezirksmusikfest 1973 in Kirchheim / Teck am 30.Juni und 1.Juli erspielte sich die Kapelle einen ersten Rang in der Mittelstufe mit der „Konzert – Ouvertüre in Es – Dur“ von Sepp Thaler. Leider währte die Zusammenarbeit der Kapelle mit Manfred Schäfer kaum drei Jahre, denn dieser übernahm die Dirigentenstelle der Stadtkapelle Herrenberg.Egon Stürzer wurde nun der neue Dirigent der Faurndauer Kapelle. Er stammte aus Ebersbach, war dort bei der Kapelle aktiv tätig und leitete viele Jahre die Ebersbacher Jugendkapelle. Er wohnt seit 1964 in Faurndau. Bei der Jahresfeier am 7. Dezember 1974 stellte sich die Kapelle der Öffentlichkeit wieder in neuer Kleidung vor. Im Januar 1975 warb der Musikverein um Jungmusiker, worauf sich 25 Jugendliche, darunter einige Mädchen, meldeten. Bei den Anschaffungskosten der Instrumente hat die
Gemeindeverwaltung den Musikverein in großzügiger Weise unterstützt. Zum Abschluss der öffentlichen Veranstaltungen 1975 lud der Musikverein zu einer Jahresfeier am 29. November in die Turn- und Festhalle in Faurndau ein. Die Veranstaltung war für den Verein, doch besonders für die Kapelle unter der Stabführung von Egon Stürzer, ein großer Erfolg. Spontaner Beifall erntete auch die unter der gleichen Leitung zum erstenmal in der Öffentlichkeit auftretende Jugendkapelle. Gut geführt von Reinhold Bliestle und vom Publikum mit Beifall belohnt wurde die Fördergruppe der Jungmusiker. Jugendlager Im Jahre 1976 beschloss die Vorstandschaft des Musikvereins aufgrund der guten Verbindungen mit dem Musikverein Ebersbach durch den Dirigenten Egon Stürzer ein
Jugendmusiklager in der Jugendherberge Mönchshof gemeinsam durchzuführen. Die Grundidee bestand darin, dass in einem mehrtägigen Intensivschulungskurs jeder Teilnehmer 5 bis 6 Stunden täglich mit seinem Instrument in kleinsten Gruppen unter
Anleitung der Ausbilder üben kann. Sofortige Korrektur, rythmische und technische Hilfen führen in der kurzen Zeit zu einem optimalen Erfolg. Gleichzeitig wurden Kameradschaft und Geselligkeit bei gemeinsamen Unternehmen gefördert. Die Organisation solcher Aufenthalte in landschaftlich reizvoller Umgebung forderte naturgemäß ein Höchstmaß an „ehrenamtlicher Arbeit“, Verständnis und Einsatzbereit- schaft durch die Betreuer, die dafür einen Teil ihres Urlaubs opfern mussten. In den folgenden Jahren schlossen sich die Faurndauer dem Musikverein Boll an, da Egon Stürzer seit 1977 auch dort als Dirigent tätig war.
Straßenfest Nach dem 50-jährigen Bestehen des Musikvereins Faurndau und der Eingliederung der selbstständigen Gemeinde nach Göppingen (1978), sah sich der Verein 1977 vor neue Probleme gestellt. Die Förderung durch die Stadt Göppingen ist so gering, dass durch Mitgliedsbeträge und kleine Veranstaltungen zu wenig Reinerlös erwirtschaftet werden kann. Somit beschloss die Vorstandschaft ein großes Straßenfest in der Stiftsstraße (einen sogenannten Straßenhock) durchzuführen. Dabei sollten die notwendigen Ausgaben äußerst gering gehalten werden, um den Verein eine finanzielle Basis zu erwirtschaften. Die Aufteilung vor der Stiftskirche erwies sich als günstig und durch den Arbeitseinsatz vieler Mitglieder war der Verkauf von Getränken und einem großen Angebot an Essbarem gewährleistet. Gastkapellen bereicherten das Programm der volkstümlichen Blasmusik. Durch
Gegenbesuche bei den Gastkapellen konnten die Ausgaben für den „Ohrenschmaus“ unentgeltlich abgearbeitet werden.Diese Gründe für das Straßenfest waren einleuchtend und die Idee wurde freudig aufgenommen. Allerdings war man dem Wettergott total ausgeliefert. Doch diese Ungewissheit wollte man gelassen in Kauf nehmen, da keine großen Vorbereitungskosten vorzuschießen waren. In der Zwischenzeit hat sich das Straßenfest des Musikvereins als Höhepunkt im Faurndauer Vereinsleben etabliert. Gleichzeitig ist der Verein in der Lage, seine vielfältigen Ausgaben für Instrumente, Noten und Ausbildung selber aufzubringen.
Einstieg in die Oberstufe Dem Dirigenten Egon Stürzer ist es zu verdanken, dass die Kapelle mit relativ jugendlichen Bläsern den Aufstieg in die Oberstufe geschafft hat. 1977 präsentierte sich die Kapelle mit Musikstücken, die das Niveau der Blasmusikamateure mit Stücken, wie zum Beispiel der Ouvertüre zu „Dichter und Bauer „bis zur „Glenn – Miller – Parade „, vor der breiten Öffentlichkeit unter Beweis stellte. Im Rahmen der Sendereihe „Sang und Klang aus Stadt und Land „, die der Süddeutsche Rundfunk jeden Samstagabend ausstrahlt, wurde der Stadtteil Faurndau in einem musikalischen Portrait den Hörern vorgestellt. Bei dieser beliebten Sendereihe wirkte neben den anderen Ortsvereinen die Jugendkapelle und Aktiven mit. Die Ausstrahlung des Betrags aus Faurndau erfolgte am 9.1.1982. Am 23.2.1980 beschloss die Hauptversammlung die Änderung der Satzung in einen eingetragenen Verein, als „Musikverein Faurndau e.V.“. Diese Satzungsänderung wurde am 9.2.1983 vom Amtsgericht bestätigt. Am 10.3.1981 wurde Ehrenvorstand Karl Rommelspacher zu grabe getragen, wobei der Musikverein und Schützenverein ihm auf dem letzten Weg das Geleit gaben. Die Förderung der Jugendmusikkapelle und des Nachwuches lagen ihm ganz besonders am Herzen. Ausflüge, Gegenbesuche, Freundschaften Höhepunkte im Vereinsleben sind Ausflüge und Fahrten in andere Gegenden. Ein – und Zweitagesausflüge führten uns zum Bodensee (Platzkonzert in Meersburg), in den Bayerischen Wald oder in den Odenwald und nach
Würzburg. Ein Meilenstein besonderer Art war 1982 der mehrtägige Besuch in der Partnerstadt Klosterneuburg zum dortigen Weinlese– und Erntedankfest. Damit verbunden war auch eine Führung durch Wien. Große Freude herrschte, als wir nach 2 Jahren wieder zu diesem herrlichen Fest eingeladen wurden und mit ca. 80 Leuten die Göppinger Abordnung vertreten durften.
Ganz anderer Art waren die Musikerausflüge nach Nesselwängle, Ehrwald oder nach Oberstaufen. Sie dienten in erster Linie der Pflege der Geselligkeit und Kameradschaft. 1984 besuchte uns der Musikverein aus Wörth/Donau bei Regensburg mit seiner Trachtengruppe und beteiligte sich an unserem Straßenfest. Im folgenden Jahr statteten wir einen Gegenbesuch beim dortigen Straßen– und Heimatfest ab. Viele persönliche Freundschaften und Bindungen konnten dabei geknüpft werden. 1984 wurde unter anderem durch Vorstand Willi Hausch das gemeinsame Konzert der Göppinger Kapellen ins Leben gerufen. Es ist bis heute ein fester Bestandteil des
Konzertprogramms.1986 konnte der Musikverein Faurndau sein 60-jähriges Bestehen feiern. Zur Eröffnung des viertägigen Festes spielte das Städtische Blasorchester und der Musikverein Faurndau den großen Zapfenstreich. Das war ein gelungener Auftakt zu dieser Veranstaltung. Parallel zu diesem Jubiläum wurde auch das 6. Kreismusikfest und mit diesem das Wertungsspiel ausgetragen.
Unsere Jugend führte 1987 wieder ein Jugendlager durch. Gemeinsam mit dem Musikverein Boll gelang es dem Musikverein Faurndau 23 Jugendliche über Pfingsten zu begeistern. Der Jahresausflug führte den Musikverein Faurndau nach Wiedemannsdorf. 1988 verstarb unser langjähriges Mitglied Richard Bihr, der Vater des heutigen Dirigenten Wolfgang Bihr. Seit 1936 war Richard Bihr von der Volksmusik und somit vom Musikverein Faurndau nicht wegzudenken. Es war ihm zu verdanken, dass nach dem 2. Weltkrieg
1946 der Musikverein Faurndau wieder zum Leben erweckt wurde. 1989 Jahresausflug nach Doren in Österreich. In diesem Jahr wurde nach einigen Jahren wieder ein Schulungslager für unsere Musiker durchgeführt. Nach finanziellen Engpässen konnte endlich die seit langer Zeit geplante Gesangsanlage angeschafft werden. Sie ist bis bis heute ein fester Bestandteil zum vielseitigen Klang des Musikvereins Faurndau. 1990 war der Jahresausflug nach Speyer. Ein Jahr später fuhren wir nach Fichtach. Im Jahre 1992 nahm der Musikverein Faurndau beim Kreismusikfest in Ebersbach teil. In der Mittelstufe errang der Musikverein Faurndau eine 1 bis 2. Diese Leistung verdankt der Musikverein seinen Dirigenten Wolfgang Bihr, der erst seit 1990 dieses Amt inne hat. Das war das erste Wertungsspiel unter neuer Leitung. Den ersten Faschingsumzug begleitete der Musikverein Faurndau 1993 in Gosbach. Mit viel Einsatz und eigenen Kostümen bewiesen die Musiker, dass ihnen auch diese Musikrichtung liegt. Der Jahresausflug führte den Musikverein Faurndau nach Rothenburg ob der Tauber. Der Sängerkranz Faurndau feierte 1993 sein 125-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass stellte der Musikverein Faurndau einen gelungenen Rahmen. Im selben Jahr führte uns der Jahresausflug nach Effringen zu einem Weinfest. In Effringen spielten wir unserem Vereinsmitglied Herrn Maier (Baugeschäft) ein Geburtstagsständchen. Er hatte sich dort seinen wohlverdienten Ruhestand eingerichtet. Hier bewies der Musikverein Faurndau, dass er keines seiner Mitglieder vergisst. 1994 wurde das bunte Faschingstreiben von Gosbach wiederholt. Mit dem Musikverein Bad Ditzenbach wurde das gemeinsame Frühlingskonzert in Bad Ditzenbach abgehalten. Ein Ferienlager führte unsere kleinen Musiker auf den Bossler. Mit Spiel, Spaß und Musik wurde ein herrliches verlängertes Wochenende durchgeführt. Die Partnerstadt Sonneberg lud uns zu ihrem Stadtfest ein. Nach kleineren Anlaufproblemen konnte aber auch dieses Konzertwochenende mit Erfolg beendet werden. Ein eventueller Gegenbesuch wird 1995 zu unserem Straßenfest stattfinden.1995 hatte sich der Musikverein Großes vorgenommen. 4 Tage Berlin mit musikalischen
Auftritten, Stadtrundfahrt mit Stadtbummel, Besichtigungen, Besuch des Musicals „Shakespear and Rock´n Roll“ sowie Geselligkeit trugen dazu bei, dass dieser Ausflug noch lange Gesprächthema war. Im selben Jahr überlegte man sich, wie man die Jugendlichen, die ein Jahr zuvor von Wolfgang und Brigitte Bihr für den Verein geworben wurden, mehr an den Verein binden konnte. „Just for Fun“ hieß der Slogan, unter dem Thomas Bonk kleinere Aktivitäten, wie zum Beispiel eine „Radtour ins Blaue“ oder der Besuch des Wellenhallenbades, ins Leben rief. Das erste verlängerte Jugendmusikerwochenende im Römersteinhaus sowie eine Jugendweihnachtsfeier im Feuerwehrmagazin (ohne Eltern) fand statt. Bei dieser kleinen Feier wurde Martin Kuzak zum „Ehrenjungmusiker“ ernannt, da er schon immer mit seinen Basstönen die Jugendkapelle unterstützte. Die musikalische Leitung der Jugendkapelle übernahm Wolfgang Bihr. Die Jugendkapelle hatte ihren ersten musikalischen Auftritt am Weihnachtsmarkt und war
in diesem Jahr das erste Mal mit einem Marktstand vertreten. Auftakt für das Jahr 1996 war für die Aktive Kapelle „Blasmusik aus Göppingen“ und das Frühjahrskonzert im März in der Turn- und Festhalle zu Faurndau. Unter dem Motto „Was semmer – narret semmer“ marschierte der Musikverein beim Wernauer und Gosbacher Faschingsumzug mit. Mit schönen Klängen verwöhnten die Musiker die Zuhörer beim Göppingen Maientag, beim Schindelesfest in Börtlingen sowie beim Dorffest in Faurndau. Nicht wegzudenken ist das Straßenfest, das jedes Jahr aufs Neue mit viel Eifer und Engagement geplant und durchgeführt wird. Zum 50-jährigen Jubiläum der Gartenfreunde Faurndau e. V. in der Turn- und Festhalle spielten die Musiker zum Festakt auf. Am 24. November 1996 durften die Aktive Kapelle ihr Können beim Wertungsspiel in Süßen unter Beweis stellen. Mit dem Stück „La Storia“ erreichten sie die Note zwei. Bei der Jugendkapelle tat sich in diesem Jahr einiges. Die Jugendleitung wechselte von Jörg Hiller zu Thomas Bonk, der im Vorjahr mit einigen Aktivitäten schon Einsatz für die Jugendkapelle gezeigt hatte. Im April 1996 fand nach längerer Pause wieder einmal eine Jugendmusikerfreizeit in Burg Wildenstein statt. Wie in den siebziger Jahren bestand die Grundidee darin, dass die Jungmusiker in kleinen Gruppen oder in Gesamtproben täglich über können. Aber auch Spiel und Spaß durften dabei nicht zu kurz kommen. Kameradschaft und Geselligkeit wurden dabei gefördert, denn der Leitsatz vom Jugendleiter „Gemeinsam sind wir stark“ prägte sich ein. Die erste Jugendlagerabschlussfeier fand dann eine Woche später statt, wo dann in einer
„Jugendmusikerzeitung“ die Geschehnisse dieses Jugendlageraufenthaltes sowie Gedichte der Jugendlichen und vor allem die Zimmerbeurteilung nachzulesen war. In diesem Jahr wurde die erste Altpapiersammlung zu Gunsten der Jugendarbeit eingeführt. Jungmusiker, Altmusiker und Eltern packten zu und man war mit Freude dabei, wusste man doch, dass durch die Einnahme des Altpapiers wieder außermusikalische Aktivitäten abgedeckt waren. Bei der Jugendweihnachtsfeier präsentierte sich die Jugendkapelle in neuer „Uniform“. Weiße Sweat-Shirt und T-Shirts mit schwarzer Hose sollten die Jugendlichen nun bei ihren Auftritten tragen.Bei der Jahresfeier stellte die Aktive Kapelle ihr Können wieder unter Beweis und erfreute die Besucher mit einem musikalischen Menü. Nicht nur die Aktiven Musiker feierten Anfang 1997 in Gosbach und Wernau Fasching, unser Jugendleiter organisierte die erste Faschingsfete mit Kostümprämierung für die Jungmusiker. Da das Jugendlager im Vorjahr allen so gut gefiel, starteten vom 1. bis 5. April 1997 26 Jungmusiker und 13 Ausbilder sowie Begleitpersonen nach Ottobeuren zum 2. Jugendlager. Bei der anschließenden Jugendlagerabschlussfeier 14 Tage später staunten die Zuhörer, was man in fünf Tagen musikalisch so alles lernen kann. Was lange währt, wird endlich wahr könnte man sagen. Die Aktive Kapelle zeigte sich beim Frühjahrskonzert in neuer Uniform. Teils durch Spenden, für die sich Vorstand Hans Fina stark einsetzte, sowie durch bezahlte Auftritte wurden die Uniformen finanziert. Am 19. April dieses Jahres nahm die Jugendkapelle unter Leitung von Wolfgang Bihr nach längerer Pause wieder an einem Kritikspiel teil und erhielt mit dem Stück „Classical Canon“ die Note 2 – 3. Ebenfalls in diesem Jahr konnten einige Jungmusiker nach Lichteneck zur D1-Prüfung angemeldet werden. Den Kinderfestumzug in Faurndau begleitete die Aktive Kapelle und die Jugendkapelle. Trotz sehr starken Regen wollte die Jugend nicht auf das Zeltwochenende in Schopflenberg verzichten. Es war eine tolle ausgelassene Stimmung und man konnte sehen, dass so eine außermusikalische Aktivität das Gemeinschaftsbewusstsein stärkt
und genau so wichtig ist wie die wöchentliche Probe. Beim alljährlichen Straßenfest konnte so mancher Jugendlicher sein Taschengeld durch den Verkauf auf dem Flohmarkt aufbessern. Dieser Flohmarkt sollte ab diesem Jahr fester Bestandteil des Straßenfestes werden und für jeden Jugendlichen, auch wenn nicht im Verein, zugänglich sein. Bei der Renovierung des „Alten Rathauses“ zeigten die Männer des Musikvereins großes Engagement. So mancher Tropfen Schweiß steckt nun in dem alten Gemäuer. Nur durch diesen großen Einsatz konnte die Renovierung zügig abgeschlossen werden. Im November hieß es für die Jugendkapelle „Alle Neune“. Einen großen Ansporn gab der gesponserte Wanderpokal, den man sich dabei holen konnte. Damit die Kameradschaft und die musikalische Leistung der Aktiven Musiker nicht zu kurz kam entschloss man sich, Ende November für ein verlängertes Wochenende das Römersteinhaus zu belegen. Gut organisiert lief alles wunderbar und man hatte viel Spaß, sei es bei den Übungsstunden oder beim geselligen Beisammensein. So beschloss man, dies in den nächsten Jahren wieder einzuführen. Wie im letzten Jahr war auch dieses Jahr die Jungendkapelle mit einem Stand am Weihnachtsmarkt vertreten. Die Jugendweihnachtsfeier wurde im CVJM-Heim abgehalten und stimmte alle Anwesenden in eine schöne weihnachtliche Stimmung. Der musikalische Abschluss für dieses Jahr war das Weihnachtsständchen der Aktiven Kapelle am Heiligen Abend an verschiedenen Plätzen des Dorfes. Das Jahr 1998 war noch recht jung, als der Kameradschaftsabend abgehalten wurde.Mit dem Pflichtstück „Belverdere“ und dem Selbstwahlstück „Free World Fantasie“ konnte die Aktive Kapelle in der Mittelstufe ein sehr erfreuliches „Gut“ erreichen. Insbesondere die Tatsache, dass der Musikverein nur mit eigenen Kräften und nicht Aushilfsmusikern arbeitete, bestätigte die Eigenleistung der Kapelle. Zur Tradition wurde es, dass die Jugendkapelle eine Woche nach Ostern ins Jugendlager ging. Dieses Jahr führte es die Jungmusiker nach Kirchberg an der Jagst, wo wieder einmal alles gut verlief und Dirigent und Jugendleiter sehr zufrieden über die Leistung der Jugendkapelle an der Jugendlagerabschlussfeier waren. Die Auftritte der Aktiven Kapelle waren auch in diesem Jahr gut gesät. Spielten Sie doch beim traditionellen Maientagsumzug und am 5. Juni bei der Landesgartenschau in
Plochingen auf. Zur Tradition gehörte es auch, das Feuerwehrfest in Faurndau musikalisch zu umrahmen sowie beim Fronleichnamumzug und beim anschließenden Festhock im Pfarrgarten musikalisch aktiv zu sein. Am 13. Juni 1998 feierte unser Vorstand Hans Fina seinen 60. Geburtstag. Mit Marschmusik und anschließendem geselligen Beisammensein wurde der Jubilar gefeiert. Dank der Großen Fortschritte konnte die Jugendkapelle große Anerkennung beim Straßenfest erzielen. Ihre erste Gage erhielten sie kurze Zeit später beim Auftritt auf dem Dorffest. Zeltlager und Altpapiersammlung gehörten auch dieses Jahr zu den festen Bestandteilen der Jungmusiker. Immer zu einem Spaß aufgelegt sind die Männer der Aktiven Kapelle. Bei der Hochzeit eines Musikerkollegen legten Sie ihre Instrumente bei Seite und tanzten zum „Schwanensee“ ganz kokett in Ballettröckchen Pieruetten durch die Reihen begeisterter Zuschauer. Den musikalischen Auftakt zur Einweihung des renovierten „Alten Rathauses“ boten im
Herbst `98 die Aktiven des Vereines. Vergessen waren die vielen Stunden harte Arbeit und man freute sich über die gelungene Tat. Kurz vor der Weihnachtsfeier verbrachten die Altmusiker ein verlängertes Probewochenende auf dem Römerstein, um das musikalische Können sowie den Gemeinschaftssinn zu stärken. Geselligkeit kam dabei nicht zu kurz. Im Januar 1999 sollte wieder Jugendwerbung betrieben werden. Darum inserierte man schon Anfang November 98 und machte die Jugendlichen und Eltern darauf aufmerksam. Bei der Jahresfeier wurden für 10-jährige aktive Mitgliedschaft Manuela Kuzak und für langjährige passive Mitgliedschaft Gustav Mlodoson und Erwin Konieczny geehrt werden. Zwei weitere, ganz besondere Ehrungen, wurden von Bürgermeister Lämmle durchgeführt. Johann Fina und Richard Kißling erhielten für ganz besondere Dienste im Ehrenamt die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. Keine leichte Aufgabe stellte sich die Jugend mit „Ouvertüre über ein Spiritual“ und einem Medley aus „Phantom der Oper“. Beides wurde mit Bravour gemeistert. Wie in den Vorjahren war die Jugendkapelle wieder mit einem Stand am Weihnachtsmarkt vertreten. Die Jugendweihnachtsfeier fand in diesem Jahr an einem Sonntag statt und erfreulich
viele Eltern unserer Jungmusiker fanden trotz der vielen anderen Weihnachtsfeiern in Schulen oder anderen Vereinen die Zeit, ihre Kinder zu begleiten. Der Vortrag der Jugendkapelle wurde von solistischen Intermezzos der einzelnen Jungmusiker, die sie mitihren Ausbildern einstudiert hatten, unterbrochen. Von Musical-Melodien über Klassik bis hin zum Weihnachtslied war aller dabei. Die Jungmusikerinnen Tanja Ritter, Sarah Bauer, Alexandra Schmidt und Christiane Zeisberger brachten das Publikum mit einem Sketch
über das Beamtentum zum Lachen. „Bevor etwas reift und wächst, muss man säen“. So waren Dirigent Wolfgang Bihr und Jugendleiter Thomas Bonk am 19. Januar 1999 sehr erfreut, als sie am Jugendmusikerwerbetag 15 Mädchen und Jungen von 8 bis 15 Jahren begrüßen durften. Unter der Leitung von Thomas Bonk wurde in der Anfangsphase Theorie unterrichtet, bevor der Einzelunterricht für die Jungmusiker bei ihren jeweiligen Ausbildern begann. Dank der Jugendwerbung erhöhte sich der Stand der Jugendkapelle auf 43 Jungmusiker unter 18 Jahre. Die Jungendausbildung macht heute einen großen Wirtschaftsfaktor für den Verein aus. Mit Aktionen wie Altpapiersammlung oder Weihnachtsmarktstand werden die enormen Kosten gegenfinanziert, denn auch für die neu geworbenen Jugendlichen wollte der Verein Instrumente und Ausbildung anbieten können. Zwischen dem, was der Verein hier an Jugendbetreuung bietet und der finanziellen Mithilfe der öffentlichen Hand klaffte eine große Lücke. Kameradschaftsabend, Blasmusik aus Göppingen, Hauptversammlung, Geburtstagsständchen sowie das Frühjahrskonzert, bei dem in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Jugendkapelle aufspielte, gehörten schon zu den festen Bestandteilen des Musikvereins Faurndau. Lustig sahen die vielen Zwerge mit ihren Bärten und roten Zipfelmützen aus, als sie beim Wernauer Faschingsumzug mitwirkten. Zu festen Bestandteilen der Jungmusiker wurden neben zahlreichen Proben und Auftritten auch die außermusikalischen Aktivitäten wie z. B. Radtour ins Blaue, die immer wieder auf dem Programm stand aber selten wegen schlechtem Wetter ausgeführt wurde, das Zeltlager mit Lagerfeuerromantik und Nachtwanderung, Kegeln um den Wanderpokal, die Altpapiersammlung, wo trotz Kälte oder Regen immer wieder heiße Stimmung herrschte, Eislaufen, Wellenhallenbad, Pizzaparty, Weihnachtsmarktstand, wo die Jugend kulinarische Köstlichkeiten verkaufte und vor allem das Jugendlager, das für jeden Einzelnen jedes Jahr ein tolles Erlebnis war. 1999 ging es noch einmal nach Ottobeuren in die Jugendherberge. Viele neue Stücke wurden aufgelegt, die einen Art Streifzug durch das Jahrhundert darstellen sollten. So zum Beispiel „Orpheus Ouvertüre“ aus „Orpheus aus der Unterwelt“, „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ oder „Glenn Miller Medley“. In diesem Jugendlager fand auch die erste Marschprobe für die Jungmusiker durch die Straßen von Ottobeuren statt. Mit viel Fleiß und Einsatz der Jugendlichen konnten 14 neue Musikstücke einstudiert werden, die alle am Jugendlagerabschlussnachmittag vorgetragen wurden. Am 3. Juli 1999 feierte die Aktive Kapelle beim Reustadthock in Hattenhofen mit. Der Tag des Liedes am 29. Mai 1999 wurde vom Musikverein und dem Sängerkranz Faurndau gemeinsam gestaltet. Beide Vereine trafen sich zu einem musikalischen Stelldichein, um ein Platzkonzert auf dem Hirschplatz zu geben. Ein schönes Bild zeigte sich den Freunden des Maientagsumzuges als dieses Jahr zum ersten Mal die Jugendkapelle und die Aktive Kapelle gemeinsam aufspielten.
Einen erlebnisreichen Tag erlebten die Mädchen und Jungen der Jugendkapelle beim Auftritt im Holiday Park Hasslach am 19. Juni 1999. Nach zwei Auftritten gab es als Entgelt freien Eintritt und viele Attraktionen.Am 7. September umrahmte die Aktive Kapelle musikalisch die Eröffnung der ersten Erdgastankstelle bei der GVF und spielte am nächsten Tag beim „Tag der offenen Tür“ auf.
Beim Göppinger Stadtfest war die gute Stimmung und die Klänge des Musikvereins Faurndau schon von weitem zu hören. Dass unsere Jugendkapelle gute Musik macht, hat sich mit der Zeit im Kreis Göppingen herumgesprochen. So wurden die Jungmusiker eingeladen, am 25. September beim Herbstfest der Jugendkapelle Gingen mitzuwirken. Bei der im Januar 1999 neu gegründeten Spielgruppe sollte der Sinn für Gemeinschaft sowie das gemeinsame Musizieren gefördert werden. Deshalb gingen vom 22.10. bis
24.10.1999 die Neuanfänger zur Jugendherberge Hohenstaufen, um dort ein musikalisches verlängertes Wochenende zu verbringen. Musik, Spiel und Spaß, eine kleine Wanderung sowie ein Erste-Hilfe-Kurs standen auf dem Programm und sehr zur Freude fand Alles tollen Anklang und keinen Missklang bei den Jugendlichen. Bei der Jugendweihnachtsfeier am 12. Dezember konnten die Spielgruppe und die Jugendkapelle zeigen, was man so alles in einem Jahr lernt. An diesem Nachmittag hörte man, dass so ein Musikwochenende positive Auswirkungen zeigen kann. Jahresfeiern Jahreskonzerte, Jahresfeiern oder Jahresschau könnte man über die Festabende
schreiben, die der Musikverein Faurndau alljährlich zum Jahresende in der Faurndauer Turn- und Festhalle im letzten Jahrzehnt durchgeführt hat. Diese Konzerte in lockerer volkstümlicher Aufmachung vermitteln einen guten Eindruck in die Jahresarbeit, zeigen
neu in Repertoire aufgenommene Musikstücke und stellen die geleistete harte Probenarbeit vor. Da wir keine Konzertbestuhlung haben und kein reines Konzert gegeben wird, sondern immer auch dekorative Einlagen vorgetragen werden, waren die
Jahresfeiern immer auch ein bisschen Show. 1981 stellte der Spielerausschuss unter dem Dirigenten Egon Stürzer die Jahresfeier unter ein bestimmtes Motto. Unter dieser entsprechenden Überschrift konnte die Attraktivtät noch gesteigert werden. Wir denken an das Wunschkonzert 1981, bei dem das Publikum mit Wunschzetteln die einzelnen Musikstücke bestimmen konnte. 1982 machte der Verein eine musikalische Weltreise durch mehrere Kontinente und Länder, wobei auch mit Kostümen fremdländische Eigenheiten vorgestellt wurden. 1983 brillierte die Kapelle mit Hits durch die einzelnen Jahrzehnte und einer Männerballetteinlage. 1984 gab es einen Fernsehabend mit Melodien aus Seriensendungen und bekannte Filmmusiken und 1985 konnten in der Solistenparade die einzelnen Register glänzen und den besonderen Sound vorstellen.
1986 Durch Stadt und Land.
1987 Wo goht ma Samstigs Abend nah?
1988 G´schmäcker send verschiede.
1989 Urlaubsträume
1990 Unser Wunschkonzert ( Musikerwünsche)1991 Urlaubsziele Reiselust
1992 Vier Jahreszeiten
1993 Musikantenstadl
1994 Volksmusik
1995 Beethoven & Co.
Bei der Jahresfeier 1996 wurden zum ersten Mal Ehrungen vorgenommen. 1997 Musik für Jedermann 2000 Wunschkonzert Bei der Jahresfeier 1998 wurden zwei besondere Ehrungen von Bürgermeister Lämmle durchgeführt. Johann Fina und Richard Kißling erhielten für ganz besondere Dienste im Ehrenamt die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. Unter dem Thema „Ein Jahrtausend geht zu Wende, ein neues Millennium steht bevor“ versuchte man bei der Jahresfeier 1999 einen Rückblick auf vergangene Jahrzehnte zu machen. Die Jugendkapelle unterhielt die Zuhörer mit Stücken wie „Klingender Tag“, „Orpheus aus der Unterwelt“ und „Joseph an the amazing technicolor dream voat“. Ebenfalls stellte die Spielgruppe ihr Können unter Beweis.
Die Aktive Kapelle eröffnete mit „Der Puppenspieler“ die Jahresfeier. Dieses Stück wurde der Kapelle zur Fahnenweihe 1964 von der Fahnenabordnung Gerhard Wirt, Walter Benesch und Reinhold Wagner gestiftet. Mit dem Stück „Auf einem persischen Markt“ hat Albert W. Ketlebey verschiedene orientalische Stimmungen eingefangen. Nicht nur ein Ohrenschmaus, sondern auch ein
Augenschmaus für unsere Besucher. Eine Karawane mit Kamel, umringt von Bettlern, durchquert die Halle. Mittendrin erscheint die schöne Prinzessin mit ihrem Gefolge, ein Mann schwebt auf einem „fliegenden Teppich“ durch den Raum und Bauchtänzerinnen
tanzen umher. Unter dem Motto „Wunschkonzert“ konnte sich die Faurndauer Bevölkerung das Programm der Jahresfeier 2000 selbst auswählen. Die neu formierte Jugendkapelle besteht mittlerweile aus 35 Musikern, wobei die jüngsten Musiker erst seit zwei Jahren ein Instrument spielen. Der große Beifall für ihre Vorträge zauberte ein zufriedenes Lächeln auf die Gesichter der Jungmusiker. So versuchten die Musiker die Jahresfeiern zu Höhepunkten des Vereinslebens werden zu lassen. Ein erfolgreiches Jahr 2000 wurde von verschiedenen Auftritten begleitet: Musikverein Malmsheim, Faschingsumzug Wernau, Maibaumaufstellung GP-Schillerplatz, Eröffnung Auto Staiger, Pfarrberghock Wangen – mit dem letzten Gesangsauftritt unseres 2. Vorstands und großartigen
Musikkamerad Gerhard Bihr, der die Bühne des Lebens nach kurzer schwerer Krankheit verlassen hat. Mit ihm verloren wir einen Menschen, dem der Musikverein viel zu verdanken hat. Dazu liefen noch die Vorbereitungen auf das 75-jährige Jubiläum 2001.
Das neue Jahrtausend begann schließlich mit einem Wechsel in der Vereinsführung. Unser langjähriger Vorstand “Hans“ wurde von Thomas Bonk abgelöst, für den 2. Vorstand erklärte sich Rudolf Schonter bereit. Mit einem jungen Team können wir nun zuversichtlich zukünftigen Entwicklungen entgegensehen. Aus dem Leben der Gemeinde ist der Musikverein Faurndau nicht mehr wegzudenken. Er spielt im kulturellen Leben eine wesentliche Rolle.Mit diesen Ausführungen wurde versucht, das Wesentliche der Gründung und Entwicklung des Musikvereins Faurndau darzustellen. Es waren nicht immer Sonnentage, die der Verein in den letzten 75 Jahren zu durchlaufen hatte, auch schwere Zeiten mussten von den Verantwortlichen gemeistert werden. Abschließend dankt der Musikverein Faurndau allen Freunden und Gönnern für die persönlichen und oftmals finanziellen Unterstützungen, die er seit seinem Bestehen immer wieder erfahren durfte, recht herzlich. Der Weihspruch bei unserer Fahnenweihe soll uns auch in Zukunft sinnbildlich vor Augen stehen:
Das Blau der Treue und das Gold der Leier
soll unsres Strebens Richtschnur sein;
von unserem Heimatort die alte Kirche
soll Frieden künden uns zu jeder Zeit.
CHRONIK TEIL 2 - 2002 bis 2026
In Kapitel 1 der Chronik des MVF, die zum 75-jährigen Jubiläum entstand, wurde über die wichtigsten Ereignisse von der Gründung 1926 bis 2000 berichtet. In Kapitel 2 sollen die Jahre von 2001 bis 2025 ohne Anspruch auf Vollständigkeit, dargestellt werden.
Zahlreiche Auftritte und Aktivitäten wiederholen sich jährlich: Frühjahrskonzert – ab 2011 Frühlingserwachen Jugendfreizeiten
Maientag, Feuerwehrhock, Fronleichnam, Straßenfest, Dorffest / Dorfhock, Stadtfest Blasmusik aus Göppingen Kürbisfest – ab 2011
Jahresfeier (Mottos:2001-Wunschträume, 2002-Stars, 2003-Urlaubsgrüße, 2004-Musical Freude“, 2005-Solistenparade, 2006-Superstars, 2007-Blasmusik und Komödie, 2008-Film und Musical, 2009-Reise um die Welt, 2010-60 Jahre ARD/ZDF, 2011-8 Jahrzehnte U-Musik, 2015-das Beste aus 33x Mottoshows) Volkstrauertag, Adventsmarkt Faurndau, Konzert in der Kirche Nachstehend sollen nur noch die etwas „besonderen“ Auftritte erwähnt werden. Das Jahr 2001 stand ganz im Zeichen des 75-jährigen Jubiläums. Als besondere Veranstaltungen zum Jubiläum sind hier zu erwähnen: Festabend 75 Jahre MV Faurndau, Jugendkritikspiel Kreisverband, Konzert Ho-Gy-Bigband und Bekanntgabe Ergebnisse (Jugendkapelle mit "sehr gutem Erfolg" teilgenommen), Matinee mit Schülern JMS, Junger Chor Chorios, Kindermusical "Zauberharfe" mit der Musikschule Weiler. Begeisterndes und kameradschaftliches Engagement war beim großen Zeltfest, vom Auf- bis zum Abbau und bei den zahlreichen Auftritten, zu spüren. Bei diesem Jubiläum, hervorragend organisiert durch die Vorstandschaft, federführend Vorsitzender Thomas Bonk, bot der MV tolle
Stimmungsmusik. Ein Höhepunkt war sicherlich das Gastspiel der Spitzenkapelle Mistrinanka. Zum ersten Mal umrahmten wir musikalisch am 4.Advent die lebende Krippe im Farrenstall und aus Anlass des Jubiläums fand auch das erste Konzert in der (Stifts)Kirche statt. Zum Dank für alle Helfer beim Jubiläum, starteten wir das Jahr 2002 mit einem großen Kameradschaftsabend.
Es gab einige besondere Auftritte z.B. der Himmelfahrtshock Ruppertshofen, der Rathaushock in Ulm und die Teilnahme am Festzug beim Kreismusikfest in Ebersbach. Im Oktober reisten wir nach Sonneberg zu den Thüringer Tagen, wo sich der MVF sehr gut und diszipliniert präsentierte. Durch die Verlegung in den Dezember, konnte beim Konzert in der Kirche auch weihnachtliche Musik, wie "die Winterrose" mit Texten zur Weihnachtsgeschichte, aufgenommen werden. Auch 2003 fanden außerordentliche Auftritte, wie beim Festzug Landesschützenverein, in Lindorf, in der Malmsheimer „Hitparadenhölle“ und bei den Boller Schwungradfreunden, statt. Ein gemeinsames Konzert mit dem Sängerkranz wurde am Hirschplatz durchgeführt. Zum ersten Mal ging es mit der Jugend zum Zelten und zur besseren Konzertvorbereitung im November in ein Probewochenende. Gut vorbereitet, kam dann beim Konzert in der Kirche, als besonderer Höhepunkt, das Werk „Tirol 1809“ zur Aufführung. Das Straßenfest wurde 2004 zum ersten Mal beim Alten Rathaus durchgeführt und um die Attraktivität zu erhöhen, wurde sogar ein Guggenmusik-Auftritt organisiert.
Bei herrlichem Oktoberwetter fand unser 2-Tages Ausflug in die Pfalz nach Speyer statt, verbunden mit einem Besuch beim Musikverein Lingenfeld. Zum 10-jährigen Bestehen der Jugendkapelle präsentierten wir bei der Jahresfeier das Märchenmusical „Freude“ von Kurt Gäble. Durch die tolle Leistung aller Akteure wurde diese „Gemeinschaftsproduktion“ von Jugend und Aktiven in Zusammenarbeit mit dem jungen Chor „Gaudeamus“ aus Birenbach zu einem Erlebnis. Es sind im Jahr 2005 über 60 Jugendliche in Ausbildung, neu gegründet wurde eine Blockflötengruppe.Bei der HV musste die Position des 2.Vorsitzenden, bisher R. Schonder, neu besetzt werden, als Nachfolger wurde G. Wettring gewählt. Eine Beitragserhöhung von 20 € auf 25 € wurde beschlossen. Um eine alte Tradition aufleben zu lassen, veranstalteten wir zum ersten Mal seit fast 30 Jahren wieder ein Waldfest. Die Aktiven und die Jugend boten die Musik und das Angebot an Speis und Trank entsprach dem vor 30 Jahren, was bei den Gästen durchaus Gefallen fand.
Auftritte beim Kreisfeuerwehrtag, in der Barbarossa-Therme und beim Fest der Jugendkapelle GP waren zu spielen. Das Konzert Blasmusik aus Göppingen fand zum 20-sten Mal statt und stand unter dem Motto: "Best of...". Unser Beitrag war: La Storia, Österreichische Marschperlen und Satchmo. Alle Orchester gaben ihr Bestes, da dieses Jubiläumskonzert als Livemitschnitt auf CD gebrannt wurde. Die Jugendweihnachtsfeier fand im Ev. Gemeindehaus statt. Thomas Bonk, der aus beruflichen Gründen weniger Zeit für die Vereinsarbeit hatte, wurde nach über 10 Jahren als Jugendleiter verabschiedet. Die Nachfolge übernahm ein Jugendgremium (Dagmar Klement, Sven und Manuela Bihr). Diverse außerordentliche Investitionen waren 2006 durch gute wirtschaftliche Lage möglich. So wurde ein Kassenlaptop, eine Fritteuse, 2 Großzelte und 5 Uniformen angeschafft. Unsere Zimmer im Alten Rathaus wurden renoviert und 20 Instrumenten für die Jugend instandgesetzt. Wir spielten u.a. beim Musikfest Wäldenbronn und beim Ausflug zum Dorffest nach Lingenfeld zeigte sich die Kapelle in bester Spiellaune und begeisterte das Lingenfelder Publikum. Die immer noch gute finanzielle Lage erlaubte 2007 die Neuanschaffung eines kombinierten Schlagzeuges. Der bisherige Kapellenvorstand Volker Schwarz wurde von Sven Bihr abgelöst. Als Dank für die Unterstützung beim Altpapiersammeln spielten wir bei der Firma Kran-Maurer zum Frühschoppen.
Beim 125-jährigen Jubiläum der Faurndauer Feuerwehr waren wir an allen 3 Tagen an der musikalischen Umrahmung beteiligt.
Ein besonderes Ereignis war 2008 der Besuch der Jugendkapelle beim Jugendmusik-Festival in Schwäbisch Hall, wo unsere noch junge Truppe, beim Wertungsspiel mit einem "gut" eine super Leistung bot. Wir gestalten ein "Bikerfrühstück" als Benefizkonzert für einen leukämiekranken Jungen. Eifrig geprobt wurde an einem Wochenende auf dem Römerstein und ein Grillnachmittag trug zur
Förderung der Gemeinschaft bei. Unser Vereinsausflug 2009 ging an den Bodensee, wir besuchten eine Sennerei auf dem Pfänder,
dann noch Lindau und das Musikfest Friedrichshafen. Im Oktober fand ein Gemeinschaftskonzert der musiktreibenden Faurndauer Vereine statt. Eine erfreuliche Anzahl von 45 „aktiven“ Musikerinnen und Musikern wurde durch die „Zusammenführung“ der Aktiven und der Jugend 2010 erreicht. Das Tuba-Register war bis zur Hälfte des Jahres verwaist. Dann „opferten“ sich zwei „freiwillige“
Damen vom Klarinettenregister und übten in der Jugendfreizeit, so dass sie bei unserem Straßenfest bereits mitspielen konnten.
Da sich der 1. Vorsitzende und die Schriftführerin, Thomas und Silke Bonk, bei der HV nicht mehr zur Wahl stellten, mussten diese Ämter neu besetzt werden. Es wurden gewählt: 1. Vorsitzender - Achim Miller, 2. Vorsitzender - Günter Wettring, Schriftführerin - Anja Loch. Eine Premiere hatte unser „Frühlingserwachen“, allerdings ließ der Besucherandrang noch zu wünschen übrig. Bei den Frühjahrskonzerten in Großdeinbach und Faurndau traten erstmals Jugend und Aktive nach intensiver Probenarbeit gemeinsam auf.
Beim Straßenfest setzt sich der Trend der letzten Jahre fort, die Besucherzahl nimmt zusehends ab. Ein besonderer Moment war, als OB Guido Till "symbolisch" bei der Jahresfeier die Urkunde des Kulturpreises 2010 übergab. Dieser wurde den 4 Göppinger Blasorchestern für die gemeinsame Veranstaltung "Blasmusik aus Göppingen", die seit 25 Jahren stattfindet, zugesprochen.
Die „Zusammenführung“ der Aktiven und der Jugend brachte leider nicht den erhofften Erfolg. Nur ein Teil hat auch noch bis ins Jahr 2011 durchgehalten. Am Donnerstag vor dem Maientag präsentierte sich der Musikverein Faurndau vor ca. 5000
Besuchern beim 4. NWZ – Blasmusikfestival.Beim Waldfest im Haierwald war die Musikkapelle Hohenstaufen zu Gast. Auch für's leibliche Wohl war gesorgt, neu im Programm "coole Waldpflanzerl". Weitere Auftritte sind zu erwähnen: Frühschoppen Lampert-Schirme, Stadtfest Süssen, Maultaschenfest Hohenstaufen, Messe - Leben im Stauferland. Unser erstes MV-Kürbisfest fand im Farrenstall statt und war ein voller Erfolg. Eine schöne und gelungene Veranstaltung war das Gemeinschaftskonzert der Faurndauer Vereine in der Aula der Waldorfschule zum Jubiläum - 50 Jahre Einweihung der katholischen Kirche. Aus Zeitmangel fiel das Konzert in der Kirche aus. Im März 2012 fand unsere Hauptversammlung zum ersten Mal im "Alten Farrenstall" statt. Wie im vorhergehenden Jahr beschlossen, spielte die "Aktive Kapelle" in Uniform zur Eröffnung. Oliver Rosanovski wurde zum 2. Vorsitzenden, als Musikervertreter wurde schon vorab Uwe Wieland von den Aktiven gewählt. Die alljährlichen Auftritte wurden mit großem Engagement der Musiker*innen absolviert. Dazu kamen noch Bewirtung beim Familienfest Autohaus Hahn, ein Musikerwanderung zum Bossler und Deutschen Haus, ein Konzert auf Schloss Filseck, das Dorffest mit der Einweihung des Ortsbaumes,
das Jubiläum des Tennisclubs, Kran Maurer und die Fahrradaktion Öde. Der Musikverein Faurndau ist jetzt auch auf Facebook aktiv.
Im April 2013 veranstaltete der Musikverein Wangen ein Nachbarschafts-Konzert mit der Aktiven Kapelle. Die beiden Vereine verbindet ein besonderer Umstand, denn der Musikverein Faurndau stand bei der Gründung des MV Wangen Pate.
Als Frühjahrskonzert gestalten wir den Tag der offenen Tür bei der Gärtnerei Bazle. Weiteres: Maibaumfest Pflegeheim Faurndau, Musikerausflug-Degenfeld, Fest in Stohrer’s Garten beim MV Uhingen und Stadtfest GP. Der Einladung des MV Uhingen zu einem gemeinsamen Konzert sind wir gerne gefolgt. Es fand keine Jahresfeier statt, weil am Ende des Jahres immer mehrere wichtige Termine für den MVF anstehen. Deshalb wurde Jahresfeier ins Frühjahr 2014 verlegen. Auch durch das Jahr 2015 fanden besondere Auftritte, wie die Einweihung des historischen Rundwegs in Faurndau, das Bürgerfest in Esslingen (gelungener Auftritt, schöne Präsentation unsererseits) und 30 Jahre Blasmusik aus Göppingen, statt. Die Jahresfeier stand zum letzten Mal unter einem Motto „Rückblick: Das Beste aus – 33 x Mottoshows“. Zwischendurch führte der Tanzkreis Schorndorf das Publikum in die 20er Jahre.
Ein Höhepunkt des Jahres 2016 war das Auftakt- und Benefizkonzert, „90 Jahre Musikverein Faurndau“, im Konzertsaal der Waldorfschule mit der inklusiven Big Band aus dem unteren Remstal „Groove Inclusion“, die aus Behinderten und Nichtbehinderten Musikbegeisterten besteht. Immerhin fanden 200 Besucher den Weg in den Konzertsaal der Waldorfschule in Faurndau.
Das Blasorchester des Musikvereins startete mit „Feodora“, einem konzertanten Stück aus den Anfängen des Vereins, dann folgte ein Rückblick auf 9-Jahrzehnte Unterhaltungsmusik. Im 2.Teil begeisterte die inklusive Big Band „Groove Inclusion“ das Publikum mit Jazzklassikern. Wieder einmal durften wir am NWZ-Blasmusikfestival teilnehmen. Das 1. Blasmusik - Open - Air im „Unteren Wasen“, der Faurndauer Festwiese, war, sicherlich auch ein Verdienst aller teilnehmenden Kapellen (MV Wangen, MV Zell-Oberesslingen, MV Boll), ein voller Erfolg. Ein besonderes Anliegen war es uns, die beim Benefizkonzert im April angekündigte Spende für einen guten Zweck auszuhändigen. So konnten wir einer Abordnung der Inklusivens Big Band „Groove Inclusion“ einen Scheck in Höhe von 500 € überreichen. Weitere besondere Termine standen an: Tag des Bieres im Deutsches Haus, Hahn Bewirtung, Pfarrberghock Wangen, Markthalle GP, 75 Jahre SEG. Bei der HV 2017 gab es einige Wechsel in der Vereinsführung. Die Wahlen brachten folgende Neubesetzungen: 1.Vorsitzende Alfred Kälberer – nach Achim Miller, 2.Vorsitzender Oliver Rosanowski, Schriftführerin Anja Loch und Kassiererin Katherina Scherr – nach Armin Loch. Zusätzliche Auftritte: Kinderfest in Faurndau und Bezgenriet, MV Börtlingen, Fußballverein. Rückblick Jahresfeier: Die Turnhalle ist für uns nicht optimal. Für das nächste Jahr wurde überlegt, eine neue Form zu finden.Unser Vereinsausflug im Juli führte uns nach Würzburg, abends besuchten wir ein Weinfest und am Sonntag ging es nach Bamberg, wo wir in einem Biergarten aufspielten. Der Versuch, ein Konzert auf der Filsterrasse durchzuführen, fand nur geringe Resonanz. Das Jahresauftaktkonzert mit der Inklusions-Big Band „Groove Inclusion“ und ein 2. Blasmusik Open Air fand 2018 eine Wiederholung. Zum ersten Mal mussten wir Fronleichnam wegen Personalmangel absagen. Dafür hatten wir an Himmelfahrt gleich 2 Auftritte (Volkschor Alb., Hock MVU). Die Teilnahme am 11. NWZ-Blasmusikfestival stand auf dem Programm und in Esslingen beim
Bürgerfest/Stadtfest im "SCHWÖRHOF" boten wir, durch die tolle Stimmung der Zuschauer, einen super motivierten Auftritt,
Ein Problem stand an: Durch Umbaumaßnahmen steht das Feuerwehrmagazin nicht mehr als Probelokal zur Verfügung Mit einem gut besuchter Jahresauftakt im Farrenstall starteten wir ins Jahr 2019. Es folgten das Kinderfest in Faurndau und Bezgenriet, ein Frühschoppen beim Jubiläum der Turnerschaft und beim MV Weissenstein, das 12. Blasmusikfestival und der Vatertag beim MV Boll.
Am Dienstag, 11.06.2019 hatten wir im Farrenstall einen Termin mit Herrn Stepanek, um abzuklären, ob wir zukünftig den Farrenstall nutzen dürfen, da der MVF nach den Sommerferien aus dem FW- Magazin „ausgezogen“ sein muß. Das positive Ergebnis war, die Kapelle kann im Farrenstall dauerhaft am Dienstagabend proben. Die Notenschränke und Notenordner wurden am "neuen" Standort im Rathaus aufgebaut und eingeräumt. Die erste Probe im „Alten Farrenstall“ konnte stattfinden. Auch im Jahr 2020 hätten eigentlich wieder unsere traditionellen Konzerte, wie Jahresauftakt – als Konzert im Farrenstall, an Stelle von einem Open Air – ein neu ins Leben gerufene Brunnenfest bei der Stiftskirche, Blasmusik aus GP und Konzert in der Kirche stattfinden sollen. Doch dann kam
Corona. Nach den ersten Proben von 07.01. -10.03. kam der 1. Lockdown, dann kurzes Aufatmen vom 07.07.-28.07. mit einer „öffentlichen Probe“- Sommerpause - Start am 15.09. hoch motiviert für musikalische Aktivitäten im Herbst, doch schon nach dem 06.10. kam der nächste Lochdown und das Jahr 2020 war gelaufen. Im Juli 2021 wurde unter „Coronabedingungen“ im Farrenstall Faurndau für 2018,2019, 2020 Eine Hauptversammlung abgehalten. Die komplette Vorstandschaft war neu zu wählen:
1. Vorsitzender Alfred Kälberer legt sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder, wird uns aber gerne weiterhin unterstützen.
Holger Bihr wurde für 2 Jahre als 1. Vorsitzenden, Petra Beckert für 1 Jahr als 2. Vorsitzende, Katharina Scherr als Kassiererin und Alexandra Rosanowski als Schriftführerin gewählt. Während des Jahres gab es ständig neue Verordnungen, die nur teilweise Proben ermöglichten (im Freien mit 2m Abstand, geimpft oder genesen, mit Test, usw). Daher wurde auch Blasmusik aus GP
abgesagt. Im November war die Aussetzung der restlichen Proben alternativlos und die erste Probe im neuen Jahr war am Di., 11.01.2022 vorgesehen. Das Jahr 2022 begann mit einer Verschiebung der 1. Probe und einem „zwanglosen“ Treffen aller
Musiker mit „FFP2 Maske“ Die HV fand erst im Mai statt, zur 2. Vorsitzenden wurde Petra Beckert gewählt. Die Anzahl der „aktiven“ Musikerinnen und Musiker belief sich nach Corona auf 27, alle Register waren zum großen Teil noch ausreichend besetzt. Veranstaltungen waren wieder möglich, so dass wir unser schon geplantes 1. Brunnenfest mit den Kühbergmusikanten und der SG Börtlingen- Rechberghausen durchführen konnten. Dazu kamen noch: Frühschoppen DJK, kein Maientagsumzug, aber Konzert am Schlossplatz, Konzert beim Landesmusikfestival, 1. Faurndauer Dorf-Hock, Bürgerfest Esslingen im Schwörhof, Festzug Rechberghausen (mit MV Uhingen), Weinfest GP, nach Corona wieder Blasmusik aus GP. Zum Jahresabschluss ein gut besuchtes und gelungenes Konzert in der Kirche. Auch 2023 sind zu den jährlichen Veranstaltungen weitere Auftritte zu erwähnen: DJK Weißwurst
Frühschoppen, Vatertagshock MV Uhingen, NWZ Blasmusikfestival und Maientagsumzug zusammen mit MV Uhingen, 2. Faurndauer Brunnenhock, Frühschoppen Biergarten Schloss Filseck,Gosbach Kandeltreff (großes Dorffest), ein Hochzeitsständchen, Weinfest in GP, Kran Maurer, Das Konzert in der Kirche fand in diesem Jahr am 2. Advent statt. Unsere Notenordner mussten wieder mal umziehen, innerhalb des Rathauses von den Räumen, die für den Kindergarten gebraucht werden, in die ehemalige Registratur des Rathauses. Wir haben Zuwachs durch externe Musiker*innen bekommen und zählen nun wieder 30 Aktive, so
dass 2024 alle Register einigermaßen gut besetzt sind. Erwähnenswerte Auftritte waren: Vatertagshock Uhingen, Biergarten Filseck, Auftritt Sommerbühne, Weinfest GP, Weihnachtsmarkt Reifen Schmid. Erstmals mußten wir den Maientagsumzug wegen „Personalmangel“ absagen. Am 02.07.2024 Besprechung wegen Jubiläumsjahr 2026 mit allen Musikern*innen. Es wurde von der
Mehrheit beschlossen, dass ein großes Fest stattfinden soll, zur Vorbereitung wurde ein Orga – Team mit zusätzlichen Musikern gebildet. Bei der HV 2025 wurde ein Dreiergremium mit bestimmten Zuständigkeiten als Vorstandschaft gewählt: Musik - Uwe Wieland, Finanzen – Petra Beckert und Verwaltung – Eva Klein. Auftritte: Osterbrunnenfest, Vatertagshock in Uhingen, Sommerfest Wihi Bartenbach. Am 30. Juni war dann beim Schlierbacher Straßenfest der vorerst letzte Auftritt unseres Dirigenten Wolfgang Bihr, der krankheitsbedingt für einige Zeit aussetzten musste. In Dietmar Schniepp wurde eine großartige Vertretung gefunden, so dass die weiteren Veranstaltungen sehr erfolgreich über die Bühne gebracht werden konnten. Die Kapelle zeigte sich musikalisch und menschlich als super Gruppe. Wir konnten das Jubiläum 1150-Jahre Faurndau mitgestalten: Teilnahme am Festzug mit „Zügle“,
Sa. und So. - Spielen im Festzelt, Festgottesdienst - musikalische Begleitung durch MV. Bei Blasmusik aus GP präsentierte sich der MVF mit einem gelungenen Auftritt. Beim Kürbisfest unterhielten die Kühberg Musikanten und auch mit kleiner Besetzung konnte der MV überzeugen. Im November nahm Dirigent W.Bihr die Probenarbeit, die nach Dietmar Schniepp kurzzeitig Martin Trillinger übernahm, wieder auf. Das noch ausstehende Konzert in der Kirche wurde durch die zeitlichen Umstände auf 2026 verschoben. Mit Auftritten bei 2 Adventsmärkten wurde das Jahr beschlossen. So sind wir gespannt, was uns das Jahr 2026 bringt. Es sind einige besondere Veranstaltungen geplant, denn:
Der Musikverein Faurndau wird 100 Jahre alt!


